Aktuelles

Rückblick - Unser Logistikdialog auf der EXPO REAL München

Wir haben uns sehr gefreut, dass unser Logistikdialog „Zeiten des Umbruchs: Digitale Transformation, neue Wertschöpfungsketten und Industrie 4.0“ am 06.10. im Pressezentrum West der EXPO REAL München auf so großes Interesse gestoßen ist.

Klaus Burmeister, Gründer von Z_punkt – The Foresight Company, dem foresightlab und Autor zahlreicher Publikationen, gewährte einen Einblick in Technologien der Zukunft. Burmeister zeigte exemplarisch Umbrüche auf, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft herausfordern und neue Antworten benötigen. Es ging ihm nicht darum, als Warner aufzutreten, jedoch müssen wir vorbereitet sein und erkennen, was sich verändert. Im Fokus seiner Ausführungen standen die neuen (teil-)autonomen Fahrzeugsysteme, die Automatisierung von Produktion und Wissen sowie der Prozess der digitalen Transformation.

Seinen Vortrag begann Burmeister mit einem in der Zukunft vorstellbaren Umstieg auf andere Fahrzeugsysteme, wie auf den Prototypen von Google, das ‚iCar‘ von Apple oder auf autonome Fahrzeuge. Im September 2014 druckte der amerikanische Automobilhersteller Local Motors mit einem 3D-Drucker den Prototypen ‚Strati‘. Der Aufbau einer Mikrofabrik für die serienmäßige Herstellung dieses Models wird von 48.000 Menschen aus 130 Ländern unterstützt.

Weiterhin erläutert der Zukunftsforscher, dass im Zuge des Zeitalters der neuen Technologien die alten Technologien teilweise komplett verdrängt werden, wobei Themen wie ‚Industrie 4.0‘ und Internet of Things im Fokus stehen. In der Arbeitsorganisation werden daher flache Hierarchien und das frühzeitige Einbinden von Mitarbeitern in den Entscheidungsprozess an Bedeutung gewinnen. Laut Arturo Baroncelli, Präsident des IFR (International Federation of Robotics), wurde bis Ende 2014 bei der Zahl der weltweit verkauften Industrie-Roboter erstmals die Marke von 200.000 Einheiten überschritten.

Diverse Studien weisen darauf hin, dass mehr und mehr Jobs bald der Automatisierung zum Opfer fallen. So werden Arbeiter im Logistik-, Transport- und Montagebereich als Erste ersetzt, zusammen mit Büro-, Verkaufs- und Verwaltungsangestellten. „In zehn Jahren werden nur noch 10 bis 20 Prozent der Sachbearbeiter benötigt“, sagt Cognotekt-Geschäftsführer Jobst Landgrebe voraus. Die Räumlichkeiten müssen dann vermutlich aber deutlich mehr Qualität vorweisen. Immer stärker rückt die Kooperation von Mensch und Maschine-Systemen ins Zentrum der Arbeitsprozesse.

Christian Kühn, Geschäftsführer der greenfield development GmbH, machte deutlich, dass genau diese Aspekte bei dem Bau einer Logistik- und Industrie-Immobilie zu berücksichtigen sind. greenfield-Neubauten zeichnen sich vor allem durch eine multifunktionale und somit sehr flexible Nutzbarkeit aus. Ob Lagerung von PKW-Teilen, Schokolade, Waschmittel oder Reifen - Logistikimmobilien müssen den unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht werden. greenfield hat verstanden, dass sich die Industrie im Wandel befindet und für Ihre weitere Entwicklung Immobilien benötigt werden, in denen auch automatisierte Logistik, Montage, Komponentenfertigung und Produktion möglich ist. Durch den industriellen Wandel ‚Industrie 4.0‘ wachsen Logistik, industrielle Dienstleistungen und Fertigungsprozesse immer weiter zusammen. IT-Steuerung der Prozesse und fahrerlose Transportsysteme innerhalb der Immobilien verbunden mit einer hochwertigen Haustechnik werden die Herausforderungen der Zukunft sein. greenfield-Immobilien erfüllen diese Anforderungen bereits heute. „Wir brauchen ‚grüne‘, d.h. energieeffiziente, und multifunktionale Immobilien, die den zukünftigen Anforderungen der Wirtschaft und ‚Industrie 4.0‘ gerecht werden“, so Kühn.

In der nachfolgenden Diskussion wurden viele Argumente näher beleuchtet und von greenfield der Baustandard nach dem KfW-Energieeffizienzprogramm erläutert. Bei einem anschließenden Mittagsbuffet gab es noch genügend Zeit, die Thematik zu vertiefen und Kontakte zu knüpfen.

Verfasst am