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Logistikdialog Voerde, 09. Juli 2015

In Kooperation mit der DeltaPort GmbH & Co. KG lud greenfield development am 09.07. zum ‚Logistikdialog Voerde‘ ins Lippeschlößchen Wesel ein. Die Referenten, Repräsentanten der regionalen Industrie und Wirtschaftsförderung, haben die Relevanz der Logistik-Branche für NRW - speziell für den Kreis Wesel - deutlich gemacht und gezeigt, welche Potenziale der Standort am Niederrhein für Industrieunternehmen bereithält. Strategisches Ziel der Veranstaltung war die Vermarktung des Neubaustandortes von greenfield in Voerde für die regionale Wirtschaft aus dem Raum nördlich Duisburg und für Kunden mit den Unternehmensausrichtungen 'Importlager für europaweiten E-Commerce-Handel' und 'Exportlager mit Automotive- und Industrieverpackung'.

Ein Vorwort von Dirk Haarmann, Bürgermeister der Stadt Voerde, machte den Auftakt zur Veranstaltung. Für die rund 70 Teilnehmer folgte ein vielfältiges und informationsreiches Programm mit sechs Kurzreferaten.

Jens Briese, Geschäftsführer der DeltaPort GmbH & Co. KG, erläuterte kurz die Entstehung des DeltaPorts, zu dem der Hafen Emmelsum, der Rhein-Lippe Hafen und der Stadthafen Wesel gehören. Die Besonderheit des DeltaPorts ist die multimodale Verkehrsanbindung, die vor allem Industrieunternehmen mit hohem Import-/Export-Anteil zugutekommt. Allein 2014 betrug der Schiffs- und Bahnumschlag 1,8 Mio. Tonnen. Zu den Aufgaben der Delta Port GmbH zählen die Organisation der Hafen- und Bahnbetriebe, das Vorantreiben der Infrastruktur- und Flächenentwickelung und die anschließende Vermarktung der Flächen.

Stephan Jungen, Projektmanager bei NRW.Invest, brachte den Gästen die Fördermöglichkeiten von NRW im Rahmen des Regionalem Wirtschaftsförderungsprogramms (RWP) nahe. Der Hauptsitz von NRW.Invest ist Düsseldorf, zudem es 35 Auslandsbüros gibt. Zu den Aufgaben des Unternehmens gehören u.a. internationales Standortmarketing, Direktakquisition in den Zielländern und Ansiedlungsberatung. Gefördert werden Investitionsvorhaben vorrangig von kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) verschiedener Branchen, durch die Dauerarbeitsplätze neu geschaffen oder gesichert werden.

Michael Düchting, Leiter der EAW Kreis Wesel, erläuterte die Wirtschaftsstruktur der Region, deren Schwerpunkt auf den Branchen Logistik, Maschinenbau und Chemie liegt. Die Exportquote im Kreis mit rund 47 % sowie das Wachstum des Bruttoinlandproduktes liegen über dem Landesdurchschnitt. Die Gesamtgröße der verkauften Gewerbegrundstücke beträgt 195,07 ha, wobei Logistikflächen überproportional und anhaltend nachgefragt werden. Zu den größten Logistikzentren im Kreis Wesel gehören u.a. LGI, Aldi, Kerrygold, Sappi und Bonita.

Peter Abelmann, Clustermanager bei LogistikCluster.NRW, leitete sein Referat mit dem Ziel des Unternehmens ein, NRW zum Logistikstandort Nr. 1 in Europa zu entwickeln. Zunächst unterschätzt, kann die Logistikbranche durch Globalisierung und Outsourcing-Aktivitäten ein rasantes Wachstum nachweisen. In NRW stehen fast 25% aller Logistikzentren Deutschlands, wobei die Unternehmen der Branche einen Umsatz von € 70 Mrd. erwirtschaften. Für die Neuansiedlungen von Logistikfunktionen sieht die Immobilienwirtschaft den Niederrhein als eine der wichtigsten Logistikregionen in Deutschland. Zu den großen Ansiedlungen der letzten Jahre am Niederrhein gehören u.a. Amazon, DHL und Havi Logistics.

Konrad Fischer, Geschäftsführer von Contargo, berichtete über die vielen Vorteile, die der Standort am Hafen Emmelsum hat. Hierzu gehören u.a. die Nähe zu den Westhäfen, die schnelle Bedienung von Regionen in NL und NRW und die Terminal-Kapazitätsreserven im DeltaPort. Es sind bereits die ersten Ausbaustufen mit verschiedenen Erweiterungsoption in Planung. Contargo ist einer der führenden Dienstleister für den trimodalen Transport von Überseecontainern. Mit dem Netzwerk aus eigenen Terminals, Bahn- und Binnenschiffslinien verbindet das Unternehmen das europäische Hinterland mit den Nord- und Westhäfen.

Christian Kühn, Geschäftsführer der greenfield development GmbH, stellte das Neubauprojekt ‚greenfield Logistikpark Voerde‘ vor. Auf einem ca. 180.000 m² großen Grundstück am Hafen Emmelsum, gleich neben Trimet, soll ein bis zu 87.540 m² großer Industrie- und Logistikpark entstehen. Der Standort Voerde ist aufgrund der trimodalen Anbindung - Bahn, Straße und Schiff - für potenzielle Kunden sehr gut als Import- oder Exportlager, Verpackungs- oder Ersatzteilzentrum und Schwergutlager geeignet. Anhand der  Öko- und Qualitätsbausteine von greenfield zeigt Kühn auf, dass sich die Mieter auf eine zukunftsorientierte Immobilie verlassen können, die für eine Nutzungsdauer von 60 Jahren konzipiert ist: „Wir bauen in Voerde Immobilien, die durch ihre Multifunktionalität sowohl den heutigen als auch den zukünftigen Ansprüchen gerecht werden“, so Kühn. Die Fertigstellung des Logistikparks erfolgt 8-9 Monate nach Abschluss des Mietvertrages.

Zum Ausklang des Tages fand eine Bustour durch den Rhein-Lippe-Hafen und Hafen Emmelsum statt.

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